10 November 2014

Angst vor Babys?!

Nein, wohl eher nicht. Vermutlich ist es eher Ekel oder eine abgrundtiefe - fast schon hassende - Abneigung.
Für mich steht schon seit längerer Zeit der Entschluss fest, dass ich keine Kinder haben möchte. Ich bin stolze Besitzerin eines (für mich) tollen Autos - ich brauche kein Kind.
Doch woher kommt nun diese tiefgreifende Abneigung gegen Babys?
Meine Schwester ist im August Mutter geworden. Am Wochenende habe ich ihr Kind zum ersten Mal live gesehen. Und damit alle negativen Dinge, die so ein Baby mit sich bringt. Ich kann ja durchaus verstehen, dass so ein kleines Ding allein nicht lebensfähig ist und so stets die Aufmerksamkeit seiner Mutter auf sich zieht.

Doch wenn erwachsene Menschen nicht mehr in der Lage sind, bei einem Gespräch ihr Gegenüber anzusehen, wenn dieser mit einem spricht, dann ist es bei mir vorbei mit dem Verständnis. Den Blick von seinem Gesprächspartner abzuwenden, weil das Baby mal eben ein unwichtiges Geräusch von sich gegeben hat, ist einfach nur unhöflich. Da hört es mit der Toleranz auf.
Ich habe auch Verständnis dafür, dass ein Baby gefüttert werden muss. Logisch, da es wohl kaum allein in die Küche gehen wird, um sich sein Fläschchen warm zu machen. Allerdings wäre es ratsamer, ein Kind dann zu füttern, wenn die anderen Anwesenden nicht gerade beim Essen sind. Es ist nicht allzu schmackhaft, wenn ein Baby am Esstisch kotzt.

Wenn mir eine gestandene Frau von 60/70 Jahren dann noch erklärt, dass man auf ein Baby genauso starrt wie auf einen kleinen Hund, dann stellt sich mir ernsthaft die Frage: Läuft bei mir im Kopf irgendeine Gehirnwindung falsch herum oder habe ich einfach nur eine völlig verkorkste Auffassung von Hunden und Babys?!

Ich meine: Ja, einem Hund kann ich stundenlang zugucken oder auch mal mit ihm spielen, ihn streicheln, ärgern, mit ihm rumtollen... Aber einem Baby kann ich eben NICHT stundenlang zugucken, weil es einfach NICHTS macht. Vielleicht sieht man ja, ob es das Gesicht beim Scheißen verzieht, aber selbst das erachte ich als völlig uninteressant.

Als krönenden Abschluss sollte ich mir am Sonntag noch eine Baby-/ Geburtssendung zum Mittagessen anschauen. An dieser Stelle war mein Verständnis für Babys endgültig dahin. Ich könnte mir beim Essen Autopsien oder sonst irgendwas mit Blut, Gedärmen usw angucken - aber Geburten beim Essen sind einfach nur pervers. Das schlimmste daran war ja: Es war ja nicht mal meine Schwester, die die Sendung eingeschaltet hat, sondern der Freund meiner Mutter. Keine Ahnung, ob ihm bei schwangeren Frauen oder Babys einer abgeht - aber das brachte das Fass zum überlaufen.

Dieser Post richtet sich ja nicht mal gegen meine Schwester und ihr Kind. Viel mehr sind es die ganzen Leute drumherum. Oma, Opa, Uroma und Uropa. Das Kind meiner Schwester ist nicht das erste Baby, das ich kennenlernen durfte. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, das irgendjemand jemals so krass drauf war. Ich find das einfach nur furchtbar und unverständlich. So leid es mir tut, aber Babys können und machen nichts - außer in Windeln scheißen, nach dem Essen kotzen, schlafen und schreien - und darum kann ich denen nichts abgewinnen.

Meine Abneigung gegen Babys hat sich an diesem Wochenende verfestigt und ich bleibe mit der Frage zurück: Bin ich in meiner Familie die Einzige (meine Schwester mal rausgenommen) ohne Dachschaden?


Kommentare:

  1. :D Ich hab deinen Blog gerade erst gefunden, aber jetzt schon beschlossen: Ich will mehr lesen!
    Ich kann deine Abneigung für Babys irgendwie nachvollziehen, obwohl ich sie selber süß finde (Ja, in manchen Momenten bin ich ein Mädchen). Allerdings sind sie nur solange süß, wie man sie schlafend auf dem Arm halten oder im Kinderwagen betrachten kann. Ich hätte keine Lust, mich um so ein Wesen täglich kümmern zu müssen.
    Ich finde Kinder supertoll - ab etwa 3-4 Jahren. Dann können sie nämlich schon einige Dinge selbst, reden in vollständigen Sätzen und sagen, was sie brauchen, statt nur zu schreien. Und sie sind aktiv. Solche Kinder würden dir vielleicht auch gefallen. Und solche Kinder möchte ich später haben. Leider sind sie vorher Babys.

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    1. Ja, Kinder ab 3 Jahren sind völlig in Ordnung.
      Aber meine Abneigung gegen Babys wird sich nach diesem Erlebnis nicht mehr legen.
      Sollte ich also doch irgendwann mal einen Kinderwunsch hegen, so werd ich eins adoptieren, das schon mindestens 3 Jahre alt ist :D

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    2. Das ist nen guter Plan :D Vielleicht sollte ich das für die Zukunft auch in Betracht ziehen...

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