15 Februar 2015

Brandenburgs Radfahrer...

...oder - wenn ich könnte, wie ich wollte - mein liebster Dekor auf der Motorhaube. Doch ich darf nicht, also lasse ich dem Kopfkino freien Lauf und stelle mir stattdessen vor, wie so ein nichtsnutziger Radfahrer seinen letzten Atemzug auf meiner Motorhaube nimmt und ich grinsend hinterm Steuer sitze und diesen Anblick genieße.

Okay... das mag jetzt auf den ersten Blick makaber und blutrünstig klingen - aber ich habe meine Gründe, warum ich Radfahrer, die mir im Straßenverkehr begegnen, nicht ausstehen kann.
Bereits in der Fahrschule haben mir Radfahrer das Leben schwer gemacht. Als wenn es für einen Fahranfänger nicht schon schwer genug wäre, alle Verkehrsregeln zu beherrschen und möglichst das Auto beim Anfahren nicht abzuwürgen (mein Fahrlehrer hat mir immer gedroht, ich müsse ihm eine neue Kupplung bezahlen), nein, da muss man zusätzlich noch extra Rücksicht auf Radfahrer nehmen und wegen denen nochmal anhalten, weil die ja angeblich so gefährdet sind. Dass Radfahrer so gefährdet sind, liegt aber größtenteils an ihrem eigenen Verhalten im Straßenverkehr. Die fahren wie die Bekloppten, ohne Rücksicht auf Verluste. Da ist es doch nicht verwunderlich, dass sie des Autofahrers liebstes Mordobjekt sind.
Zudem muss ich zugeben, dass ich kein Radfahrer bin. Lieber bin ich länger zu Fuß oder eben kürzer mit dem Auto unterwegs, als auch nur 5 Minuten auf einem Fahrrad zu sitzen. Eine Radtour mit mir wäre unmöglich, da ich bereits nach kürzester Zeit keine Lust mehr habe, nur noch nach Hause möchte und man mich den Rest des Tages nicht mehr ansprechen braucht, da ich einfach total schnell gereizt bin.

Aber nun zum eigentlichen Grund für diesen Post. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein geteilter Fuß- und Radweg klare Regeln aufweist. Jeder von euch hat dieses Schild sicher schon einmal gesehen. Laut StVO hat dieses Schild die Nr. 241 und bezeichnet einen getrennten Fuß- und Radweg. Auf einer anderen Seite habe ich folgende Erklärung für eben dieses Schild gefunden: "Getrennter Fuß- und Radweg. Fahrradfahrer müssen hier fahren, die Fußgänger laufen daneben. Die Trennung erfolgt durch eine durchgezogene Linie, oder der Radweg ist farblich markiert."  
Für gewöhnlich ist der Radweg rot markiert und der Fußweg blau - hier, wo ich wohne, wurden die Farben vertauscht. Aber das nur nebenbei. Weiterhin ist es natürlich so, dass die Radwege immer zum fließenden Verkehr hin ausgerichtet sind. Das heißt, wenn ich in Fahrtrichtung laufe, sollte der Radfahrer für gewöhnlich links von mir fahren. Wenn ich entgegen dem fließenden Verkehr laufe, dann rechts von mir.

Da ich ja - wie bereits weiter oben erwähnt - Radfahrer nicht als Freunde betrachte, bestehe ich natürlich auf mein Recht bei der Benutzung des Fußweges. Und wenn mir ein Radfahrer auf dem Fußweg entgegen kommt, obwohl der Radweg frei ist, dann mache ich selbstverständlich keinen Platz, denn: Ich bin Fußgänger und laufe auf dem Fußweg, und das ist mein gutes Recht. 

Leider führt mich meine Ansicht der Dinge immer wieder in missliche Situationen und allzu gerne werde ich dabei von den Radfahrern beschimpft. 
Am Mittwoch war ich die "dämliche Fotze", weil ich - wie immer - auf mein Recht des Fußweges bestanden habe. Die gute, etwas rundliche Frau mit Kind kam mir auf dem Fußẃeg entgegen. Ich habe natürlich keinen Platz gemacht. Zudem stand auf dem Fußweg auch noch ein Schild eines Bistros im Weg. Diese ungünstigen Umstände nötigten die Frau, zu bremsen und absteigen zu müssen. Da ich nach Hause wollte, habe ich sie auf dem Radweg überholt und ihr knapp erklärt, wo sich denn der Radweg eigentlich befindet. Dann ließ sie ihre vorhin erwähnte Beleidigung fallen, und ich schenkte ihr meinen Stinkefinger mit den Worten "Du mich auch" und setzte meinen Weg fort. 
Nun musste die arme Frau wegen mir ihren dicken Hintern wieder aufs Fahrrad hieven, aber das war mir egal. Wer mir im Weg steht, der muss eben mit den Konsequenzen leben - egal, ob ich dafür beleidigt werde oder nicht. Aber anders lernen diese blöden Radfahrer ja nicht daraus.

Also liebe Radfahrer: Überdenkt einmal euer Verhalten und ihr werdet verstehen, warum man euch hasst.

1 Kommentar:

  1. Ohja, ein neuer Post zum kommentieren! (Sag Bescheid, wenn dich meine Monster-Kommentare nerven.)
    Ich bin begeisterter Radfahrer, da es ohne Auto in einer radwegetechnisch gut erschlossenen Stadt ohne richtigen Winter einfach die komfortabelste Möglichkeit ist. Aber ich benutze hauptsächlich RADwege und versuche mich im Straßenverkehr ordentlich zu verhalten (also Ampeln beachten, "blinken" und so). Deshalb zähle ich mich jetzt einfach mal nicht zu den von dir beschriebenen Radfahrern.
    Ich hab aber auch schon die gleichen Beobachtungen gemacht wie du, wenn ich als Fußgänger unterwegs war. Und hab mich ähnlich geärgert, auch wenn ich weniger geschimpft hab. Und deshalb versuche ich halt auch es selber besser zu machen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Fußgänger, die mit Vorliebe auf dem Radweg laufen (obwohl direkt daneben ein leerer Fußweg ist) oder an einer Ampel auf eben diesem stehen bleiben und sich trotz Klingeln nicht von der Stelle rühren. Die würde ich manchmal gern umfahren.
    Was ich sagen will: Scher nicht alle Radfahrer über einen Kamm. Es gibt natürlich die Bekloppten, aber es gibt noch viel mehr die niemanden belästigen (wollen).

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