30 Juli 2015

Eine alte Sprengstofffabrik

Hallo!

Heute gibt es ein paar Bilder, die in die Richtung Urbex/ Lost place gehen.

Bei uns in der Nähe gibt es einen Wald, in dem sich zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges eine Sprengstofffabrik befunden hat, die unter dem Tarnnamen AUE geführt wurde.

Nachdem die Russen das Kommando übernommen hatten, wurden die unterirdischen Bunkeranlagen, die mindestens 3-geschossig nach unten gingen, zugeschüttet und die Eingänge gesprengt.

Heute findet man überall noch Betonfragmente, die darauf hindeuten, dass das Ganze eine enorme Größe gehabt haben muss. Im Wald selbst findet man 3 Betonbarracken, die mit Graffitis ver(schlimm)schönert wurden. Eine der Baracken wird für geheime Underground Bunkerpartys genutzt. Dort drin findet man eine Bar, alte abgenutzte Sofas, die eine Sitzecke bilden, und eine abgedunkelte Ecke im Bunker, die vermutlich als eine Art Darkfloor genutzt wird.

Auf allen Bunkern wächst Moos und auch Bäume haben sich darauf angesiedelt. Aus früherer, militärischer Sicht dürfte es schwierig gewesen sein, dort etwas aus der Luft zu erkennen.

Durch den Wald führt ein Plattenweg, der ziemlich hohl klingt, wenn man darüber läuft. Auch die Waldwege, die nicht aus Beton sind, haben einen hohlen Klang, wenn man darüber läuft. Das deutet darauf hin, dass dort auf jeden Fall unterirdisch noch etwas sein muss. Zudem ist der ganze Wald von Hügeln und Bergen durchzogen, die von den Einheimischen wohl Ölberge genannt werden. Der Name Ölberge leitet sich wohl dadurch ab, da in ihnen Sprengöl produziert wurde.

Einmal waren mein Freund und ich zu Fuß im Wald unterwegs und entdeckten dabei zwei parallel stehende Eingänge, die so hoch waren, dass dort vermutlich Panzer oder LKWs reinfahren konnten. Wäre zumindest eine logische  Erklärung, um den Sprengstoff abtronsportieren zu können.

Desweiteren findet man in dem Wald zwei Betonstränge, in denen früher Gleise verliefen. Diese wurden dann aber von den Russen abgebaut.

Die Häftlinge, die dort arbeiteten, wurden von den Einheimischen bewacht. Wer keinen Ärger wollte, der schwieg. Nicht nur zu NS- und DDR-Zeiten, nein, auch heute noch sollen sich die Einwohner des Dorfes sehr bedeckt halten.
Etwas abseits, außerhalb des Waldes in Richtung Bundesstraße, wurde ein Obelisk aufgestellt, der an die Häftlinge bzw Zwangsarbeiter erinnern soll, die dort im April 1945 Opfer von Krieg und Gewalt wurden.

Einige meiner Informationen haben ich diesem MAZ-Artikel entnommen, einiges ist vom Hörensagen und anderes habe ich in Foren gelesen, die in dem Zeitungsartikel erwähnt werden.
Wer mehr wissen möchte, der kann ja nach WASAG Dreetz googlen.

Ich hoffe, euch hat der Post gefallen.


Bis bald einmal,

Kommentare:

  1. Huhu Mary,
    Eine schöne Location hast Du da aufgetan,klasse !

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  2. Die Bilder sind wirklich der Wahnsinn!
    Das wäre ein perfekter Ort für ein Shooting ;) Müssen wir auf unsere To-Do-Liste setzten, wenn ich dich besuchen komme!
    Die Infos fand ich auch sehr hilfreich - mich hätte der Ort genauso fasziniert wie dich!

    Blaue Küsse
    Justine

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    1. Das kriegen wir hin, wird sicher cool!
      Aber bis du mal herkommst, wird ja noch Zeit vergehen :-P

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  3. Schöner Urbex Post und super schöne Location, wie Ju sagt da könnte man ein klasse Fotoshooting machen. Lass euch was einfallen, vlt Zombie oder so, das wär sicher cool ;)
    Liebste Grüße, Eva

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