19 Oktober 2015

Es gibt so Phasen im Leben..

... da ist man musikalisch ziemlich beeinflussbar. Die Musik, die man hört, kann einen leiten, aufbauen oder in ein tiefes Loch stürzen. Oftmals ist der Gemütszustand dafür verantwortlich, wie man das Gehörte aufnimmt und weiterverarbeitet.
Die Gedankenmaschine rattert bei mir momentan täglich, stündlich, minütlich. Ich bin an einem Scheidepunkt in meinem Leben angekommen und weiß gerade so überhaupt nicht, in welche Richtung ich im besten Fall gehen sollte.
Irgendwie bin ich derzeit völlig unzufrieden mit allem und jedem. Die Gesamtsituation kotzt mich einfach nur an und ich möchte etwas Neues. Aber zu welchem Preis?

Musikalisch wanke ich gerade in einem dauernden Auf und Ab. Wenn ich mir Punk anhöre, hab ich totale Lust zu randalieren, einfach mal freidrehen - das Gefühl haben, mal wieder zu leben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Song "Herrliche Jahre" von den Ärzten mein Leben ziemlich gut beschreibt. "Das Leben ist ne Party und du hast keine Einladung gekriegt." Ja, durchaus habe ich momentan das Gefühl, außerhalb des Lebens zu stehen. Alles zieht an mir vorbei und ich krieg nichts mit.

Andererseits hat der Song "Spring" von der Antilopen Gang einen äußerst großen Einfluss auf mein derzeit recht angeschlagenes Gemüt. Eigentlich geht es in dem Lied um Selbstmord, aber da ich keinen Bedarf darin sehe, mich umzubringen, kann man ja einige Zeilen einfach ausblenden. Aber einzelne Zeilen, wie "Du bist frei, du bist frei und ich muss dir verzeihen // Nur du selbst hast das Recht es für dich zu entscheiden" könnten auf einen Aspekt im Leben hindeuten, den ich hier jetzt aber nicht aussprechen möchte. Manchmal ziehen die Jahre an einem vorbei und eigentlich ist alles nur noch Gewohnheit oder Bequemlichkeit. "Und ich kann dich nicht halten, sag, wär' es mein Recht // Dich zu halten, nur weil es mich sehr tief verletzt?" Niemand darf einen Menschen halten, wenn dieser sich nicht wohlfühlt. Wenn es ihn im Leben nicht weiterbringt. Manchmal muss man einfach irgendwo neu anfangen und sich einfach ins Leben stürzen.
"Wenn Du weißt, dass nichts gehen wird musst du wohl gehen // [...] // Gib niemand' die Last, Grund zu sein, dass du bleibst". Ich bin hier schon länger unglücklich. Und vielleicht wäre es der richtige Weg, einfach wegzugehen, irgendwo anders hin, wo man niemanden kennt, um bei null anzufangen. Sich ein neues Leben aufbauen kann und die Altlasten hinter sich lässt. Dieses ländliche Leben ist nichts für mich. Ich komme aus einer kleinen Großstadt und war bis zur Volljährigkeit Stadtkind. Mir fehlt das Stadtleben ungemein und ich werde hier nicht alt werden. Ich brauch einfach Trubel und Action um mich. Hier gehe ich ein und verkümmer wie eine Blume ohne Wasser und Licht...


Kommentare:

  1. Ich weiß passt nicht so ganz zum Thema: ABER FUCK IST DAS PIC HOT!
    So zurück zum Ernst.
    Solche Phasen kennen wir wohl alle, mal mehr mal weniger. Das schwere ist sich dort wieder rauszuarbeiten und dabei auch das Risiko einzugehen noch mehr auf die Schnauze zu fallen. Ich bin sicher das du nicht eingehst, eher das du noch einmal richtig aufblühst wenn du nur den Mut hast den schweren Weg zu gehen.

    Küsse,
    Justine

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  2. Wo du recht hast.. Musik kann einen schon sehr beeinflussen und oft hat man dann wirklich das gefühl, dass die Lieder genau auf einen zugeschnitten sind.
    Solche Phasen sind doof und ich wünsche dir, dass du da bald wieder rauskommst, du packst das!

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  3. Hey, cooler Post! Macht echt Spaß auf deinem Blog ein bisschen herum zu stöbern :)
    Auf meinem Blog läuft diese Woche noch eine Blogvorstellung. Würde mich echt freuen, wenn du vorbeischaust :)
    Alles Liebe
    Milena
    http://fashionfirework.blogspot.de/2015/09/blogvorstellung.html

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