24 Mai 2016

Behind the Scenes - Wie ich Portraits bearbeite

Basis-Foto
Ich bin ja doch recht vernarrt in Photoshop und ich mag es auch super gern, Portraits zu bearbeiten. Leider sind Models bei mir eher keine vorhanden, also muss ich mich öfter selbst mal vor die Kamera setzen. So bleibe ich einigermaßen in Übung, kann die besten Blitzeinstellungen ausprobieren und hinterher in Photoshop rumspielen.

Also zeige ich euch heute mal, wie meine Vorgehensweise bei Portraits aussieht. Und nein, das ist kein Tutorial. Das können andere Leute besser.

Frequenztrennung
Zunächst hab ich mein entwickeltes RAW-Bild, das ich in Photoshop weiterbearbeite. Grundsätzlich ist das erste immer die Frequenztrennung. Pickel wegmachen, rote Äderchen oder einzelne Haare sind bei mir auch immer ein kleiner Störfaktor, der beseitigt werden muss. Das ist durch Frequenztrennung auch wirklich schnell gemacht.
Danach wird das Bild einmal durch Dfine gejagt, um störendes Rauschen zu minimieren.
Dodge and Burn

Anschließend folgt das, was dem Bild das gewisse Etwas gibt: Dodge and Burn! Ich bin ein Riesenfan von D&B und könnte quasi ohne gar nicht leben. Man kann dem Gesicht dabei einfach noch etwas mehr Konturen verpassen. Es funktioniert ähnlich wie Konturieren beim Schminken - nur eben ohne Make-Up. Auch bei den Haaren wende ich immer D&B an, einfach um sie nicht untergehen zu lassen. Theoretisch kann man das auch bei den Klamotten machen, aber mir reicht es eigentlich, Gesicht und Haare hervorzuheben, da der Blick des Betrachters sowieso automatisch auf diesen Bereich geht. Links im Bild könnt ihr sehen, wie die hellen und dunklen Bereiche einfach hervorgehoben werden. Das lässt das Gesicht am Ende einfach etwas plastischer wirken, was ich ganz gern mag.

Wand aufhellen
Da ich lediglich eine rosa Wand zur Verfügung hab, die mir als Hintergrund dient, gehe ich danach noch in Color Efex und such mir verschiedene Effekte raus, um die Wand etwas heller zu machen und nicht mehr ganz so rosa aussehen zu lassen. 

Auf Weichzeichner verzichte ich bei Portraits, auch wenn es genügend Möglichkeiten gibt, das Ganze natürlich aussehen zu lassen. Aber ich bin der Meinung, dass weichgezeichnete Haut überflüssig ist. Immerhin können wir uns real auch keinen Weichzeichner draufklatschen. 

f/5.6 // 1/160s // ISO 100 // 50mm // Blitz
Pulli: Hangman Clothing
Das sind so im Großen und Ganzen meine primären Arbeitsschritte bei der Portrait-Bearbeitung.
Schließlich ist weniger manchmal mehr. Natürlich variiert die Bearbeitung je nach Bild. Für so einfache Indoor-Portraits reicht so eine leichte Retusche völlig aus. Für Outdoor-Portraits können die Arbeitsschritte auch mal etwas abweichen, da allein die Lichtverhältnisse völlig anders sind. Vieles lässt sich ja auch schon über die RAW-Bearbeitung herausholen.

Wie man am fertigen Bild sieht, habe ich eine Schwäche für Augen. Wenn man ein Portrait sieht, geht meiner Meinung nach der Blick sofort zu den Augen. Deswegen ist es für mich immer recht wichtig, dass die Augen besonders hervorkommen. Das Drumherum wird erst danach interessant, wenn man das Foto genauer betrachtet. Aber der erste Blick führt immer zu den Augen. Zumindest geht es mir da meist so.

Schreibt mir doch mal in die Kommentare, wie ihr eure Portraits so bearbeitet!

Habt eine schöne Woche,

Kommentare:

  1. Na mit dir :P Das beste Programm der Welt.
    Das Foto und die neuen Haare gefallen mir unglaublich gut.

    Liebst
    Justine

    AntwortenLöschen
  2. Wunderschön, bei dir sieht das alles so einfach aus :)

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn man es kann, ist es auch einfach ;)
      Aber der Weg dahin kann holperig sein.

      Löschen